Trachtenvereine pflanzen „Baum der Freundschaft“

Lechhausen/Gersthofen – Beim Patentreffen am 2. August feierten die Trachtenvereine aus Lechhausen und Gersthofen nicht nur ihre jahrzehntelange Verbundenheit, sondern setzten zugleich ein starkes Zeichen für die Zukunft. Anstelle eines klassischen Gastgeschenks – Brotzeitkorb oder Getränke – hatten sich die Gersthofer Trachtler etwas Besonderes einfallen lassen: Die Pflanzung eines „Baums der Freundschaft“, einer Linde. Zu Gast waren die drei Bürgermeister der Stadt Gersthofen, Erster Bürgermeister Michael Wörle, Zweiter Bürgermeister Reinhold Dempf, Dritte Bürgermeisterin Sigrid Steiner und vom Lechhauser Trachtenverein Toni Kürzinger sowie Stadtrat Christian Miller.

Die Idee knüpft an die über 90-jährige Tradition der Patenschaft zwischen den Vereinen an, die 1929 begann und bis heute von regem Austausch, gemeinsamen Proben, Auftritten und echter Kameradschaft geprägt ist. „Wir wollten ein Geschenk schaffen, das bleibt – etwas, das unsere enge Freundschaft sichtbar macht und gleichzeitig in die Zukunft wächst“, erklärte die 1. Vorsitzende Christine Pfiffner.

Der Baum soll zwischen Lechhausen und Gersthofen am Europawald seinen Platz finden – ein Ort, der in Zusammenarbeit mit Ehrenmitglied und 2. Bürgermeister Reinhold Dempf ausgewählt wurde. Die Linde gilt traditionell als Treffpunkt im Dorfleben, als Ort des Urteilens, Feierns und Miteinanders. Mit ihrer herzförmigen Blattform symbolisiert sie zudem Liebe und Verbundenheit und gilt als wertvoller Nektarspender.

In Zeiten des Klimawandels sei die Wahl zudem ein bewusstes Zeichen, betonten die Gersthofer: Ein Geschenk, das ökologisch wie symbolisch trägt. Das Projekt „Patenbaum“ soll künftig mit gemeinsamen Pflegeaktionen und regelmäßigen Treffen weitergeführt werden – als lebendiger Ausdruck der tiefen Freundschaft zwischen den beiden Trachtenvereinen.

„Gmiatlich sammer, zam halt mer, treu bleib mer!“, heißt es am Ende. Worte, die beim diesjährigen Patentreffen einmal mehr mit Leben gefüllt wurden.